Führst du schon oder gehst du nur spazieren? Echte Haltung lernt man nicht im Seminarraum!
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Ein Gastbeitrag von: Dariusz Opitek, Gründer & Geschäftsführer, kursmap.de
Er schreibt über Weiterbildung, digitale Lösungen und aktuelle Entwicklungen im Bildungsbereich. Sein Ziel: Menschen dabei zu unterstützen, passende Angebote einfach und transparent zu finden.
Eine offene Stelle im Betrieb kostet schnell mehrere zehntausend Euro, bis sie neu besetzt ist. Recruiting-Kosten, Vakanz-Zeit, Einarbeitung des Neuen. Und dann bleibt die Person im Schnitt keine drei Jahre. Wer diese Rechnung einmal für die eigene Abteilung aufmacht, sieht schnell, warum interne Qualifizierung oft der günstigere Hebel ist.
In der Pflege, im Handwerk, in der IT und in der Buchhaltung sind offene Stellen inzwischen der Normalzustand. Die optimal passenden Bewerber gibt es schlicht nicht mehr auf dem Markt, jedenfalls nicht zu Konditionen, die kleine und mittlere Betriebe stemmen können.
Die Menschen, die du brauchst, sitzen häufig schon bei dir im Haus. Sie können nur noch nicht alles, was du morgen von ihnen erwartest.
Genau hier setzt Weiterbildung an. Sie ist nicht nur ein Extra für das Employer Branding, sondern die realistischste Möglichkeit, Kompetenzlücken zu schließen, ohne monatelang auf Bewerbungen zu warten. Wer intern qualifiziert, bindet gleichzeitig, denn Menschen bleiben dort, wo sie sich entwickeln dürfen.
Zwei Begriffe tauchen ständig auf, und sie meinen etwas Unterschiedliches. Upskilling heißt, jemanden in seinem bestehenden Job besser oder tiefer zu qualifizieren. Die Buchhalterin lernt zusätzlich die neue ERP-Software. Reskilling geht weiter: Da wird jemand für eine völlig andere Rolle fit gemacht, etwa der Lagerist, der zum Anlagenbediener umschult, weil sein alter Job wegautomatisiert wurde.
Beides zahlt auf dasselbe Ziel ein, nämlich Mitarbeiterbindung. Und die ist messbar besser, wenn Menschen erleben, dass ihr Arbeitgeber in sie investiert. Rechtlich und finanziell hast du mehr Spielraum, als viele denken. Beim Thema Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen lohnt ein genauer Blick:
Wer diese Bausteine kennt, kann Weiterbildung planen, statt sie dem Zufall zu überlassen.
Der häufigste Fehler: Ein Betrieb schickt jemanden auf ein Seminar, ohne vorher zu klären, welche Kompetenz eigentlich fehlt. Das Ergebnis ist ein zufriedener Tag außer Haus und null messbare Veränderung im Alltag.
Sinnvoller ist es, den Bedarf konkret zu ermitteln. Wo hakt es in Projekten? Welche Aufgaben bleiben liegen, weil niemand sie beherrscht? Aus diesen Antworten entsteht ein Entwicklungsplan pro Person, kein Gießkannen-Katalog für alle.
Der zweite Knackpunkt ist Lernzeit. Weiterbildung, die abends nach Feierabend stattfinden soll, verpufft. Wenn du willst, dass Menschen lernen, musst du ihnen Zeit dafür im Arbeitstag freiräumen, und sei es ein fester Freitagnachmittag im Monat.
Ohne diese geschützte Zeit bleibt jede Lernkultur ein Poster an der Wand.
Und dann sind da die Führungskräfte. Sie entscheiden im Alltag, ob Lernen als Investition oder als Störung gilt. Ein Teamleiter, der genervt reagiert, wenn jemand zwei Stunden für ein Online-Modul blockt, macht jede Strategie von oben kaputt. Deshalb müssen Führungskräfte früh eingebunden und selbst entwickelt werden, sonst bleibt alles Theorie.
Präsenz, E-Learning oder eine Mischung aus beidem? Die ehrliche Antwort: Es hängt vom Inhalt ab. Reines Faktenwissen wie eine neue Software oder Grundlagen im Arbeitsrecht lässt sich hervorragend digital vermitteln, jeder im eigenen Tempo. Sobald es um Verhalten geht, also Gesprächsführung, Konfliktlösung oder Führung, ist Präsenz oder ein Live-Format deutlich stärker, weil geübt und gespiegelt werden muss.
Blended Learning kombiniert beides und ist für die meisten betrieblichen Themen die praktikabelste Wahl.
Bei der Frage intern oder extern gilt: Interne Angebote sind günstig und passgenau, taugen aber nur, wenn das Wissen im Haus wirklich vorhanden ist. Externe Anbieter bringen Aktualität und einen neutralen Blick von außen, kosten dafür mehr. Wer beispielsweise Führungsthemen sucht, wird bei spezialisierten Führung und Leadership-Kursen schneller fündig als über selbstgebastelte Inhouse-Workshops.
Der teuerste Fehler ist nicht der falsche Anbieter, sondern eine Maßnahme ohne Zielbindung. Wenn nach dem Kurs niemand fragt, was sich verändert hat, war das Geld verschenkt. Achte deshalb auf Praxisnähe und darauf, dass das Gelernte binnen weniger Wochen angewendet wird.
Für Betriebe ohne eigene Personalabteilung liegt die Aufgabe meist bei der Geschäftsführung oder direkt bei den Teamleitern. Genau da fehlt oft das methodische Wissen, um Weiterbildung planvoll aufzuziehen statt aus dem Bauch heraus.
Es lohnt sich, zuerst die Führungskräfte selbst zu qualifizieren, weil sie später Entwicklungsgespräche führen und Lernkultur vorleben sollen. Ein Kurs wie Arbeitsrecht und Führung: Was lernt der Boss vom Ross verbindet dabei zwei Themen, die im Alltag ständig zusammenhängen, und gibt Führenden Sicherheit im Umgang mit Mitarbeitenden.
Wichtiger als das perfekte Programm ist der erste ehrliche Kompetenz-Check im eigenen Team. Wer weiß, wo es klemmt, wählt danach die richtige Qualifizierung fast von allein.
Einen guten Überblick über weiterführende Angebote und Beratung zu Führungs- und Personalthemen bietet die Akademie für Führung und Persönlichkeit, wenn du den Aufbau nicht komplett allein stemmen willst. Ob du intern startest oder externe Unterstützung holst, entscheidet vor allem die Größe deines Betriebs und wie schnell die Lücken geschlossen werden müssen.
Wir freuen uns Ihre individuelle Weiterbildung für Sie zu erarbeiten:
Führungskräfteseminare, Verhandlungstraining, Teambuilding Workshops, individuelles Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung, pferdegestütztes Training
… oder möchten Sie einen Gutschein für eine persönliche Weiterentwicklung verschenken.
Nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf:
Ihre persönliche Ansprechpartnerin: Frau Arite Schima
Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 0172 8756 124